Planen Sie laut BBK idealerweise 2 Liter Wasser pro Person und Tag ein, davon 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter zum Kochen, möglichst für zehn Tage. Das sind 20 Liter pro Person. Lagern Sie das Wasser dunkel, kühl und ungeöffnet, am sichersten als Mineralwasser in Originalflaschen, und nutzen Sie selbst abgefülltes Leitungswasser eher als Brauchwasser.
Ein Wasservorrat ist die wichtigste Einzelmaßnahme der Notfallvorsorge. Wasserwerke und Pumpen brauchen Strom, und ein Mensch hält unter Umständen nur etwa vier Tage ohne Flüssigkeit aus, so das BBK. Dieser Beitrag zeigt, wie viel Wasser Ihr Haushalt braucht, in welchen Behältern Sie es lagern, wo der beste Platz ist und wie lange es haltbar bleibt. Er ordnet auch ein, wo Behörden und Verbraucherschützer unterschiedliche Akzente setzen, etwa beim Abfüllen von Leitungswasser. Die genaue Menge für Ihren Haushalt berechnen Sie mit dem Notvorrat-Rechner. Fachbegriffe wie Brauchwasser oder MHD erklärt das Glossar.
Wie viel Wasser sollte man im Notvorrat einlagern?
Das BBK empfiehlt im Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025) idealerweise 2 Liter Wasser pro Person und Tag. Davon sind 0,5 Liter als Wasser zum Kochen gedacht. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen teilt es ähnlich auf: 1,5 Liter zum Trinken und 0,5 Liter Nutzwasser, zum Beispiel zum Kochen, Zähneputzen oder Waschen. Als Dauer nennt das BBK möglichst zehn Tage. Auch ein Vorrat für drei Tage hilft schon sehr.
- BPA-frei und lebensmittelecht: Das geruchs- und geschmacksneutrale Material hält Ihr Wasser frisch und rein…
- Austauschbarer Auslaufhahn: Der schraubbare Hahn sitzt sicher, ist 100 % dicht und lässt sich bei Bedarf ei…
- Sicher transportierbar: Stabiler Mittelgriff und beiliegender Schraubdeckel ermöglichen einen dichten, hand…
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Die folgende Tabelle rechnet diese Empfehlung auf typische Haushalte um. Sie gilt für gesunde Erwachsene bei normalen Temperaturen.
Wasservorrat nach Haushaltsgröße (2 Liter pro Person und Tag)
| Haushalt | 3 Tage | 10 Tage | 14 Tage |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 6 Liter | 20 Liter | 28 Liter |
| 2 Personen | 12 Liter | 40 Liter | 56 Liter |
| 3 Personen | 18 Liter | 60 Liter | 84 Liter |
| 4 Personen | 24 Liter | 80 Liter | 112 Liter |
| 5 Personen | 30 Liter | 100 Liter | 140 Liter |
Die Werte decken sich mit den Beispielen der Behörden. Das BBK nennt für drei Personen 18 Liter für drei und 60 Liter für zehn Tage. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rechnet für zwei Personen 12 Liter und für vier Personen 24 Liter für drei Tage.
Beispielrechnung: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern will zehn Tage überbrücken. Rechnung: 4 Personen × 2 Liter × 10 Tage = 80 Liter. Das entspricht neun Kisten mit je sechs 1,5-Liter-Flaschen, also 81 Litern. Bei vier Personen liegt der Mindestwert für drei Tage bei 24 Litern. Diese Menge ist der sinnvolle erste Schritt, wenn Platz oder Budget knapp sind.
Zuschläge für Hitze, Kinder und Tiere
Die 2 Liter sind ein Mindestwert. An heißen Tagen oder bei körperlicher Anstrengung steigt der Bedarf, wie die Verbraucherzentrale Niedersachsen betont. Haustiere kommen obendrauf, das BBK ruft ausdrücklich dazu auf, an sie zu denken. Wie Sie deren Bedarf berechnen, zeigt der Beitrag Wasservorrat für Haustiere im Notfall. Für Familien mit Kindern hilft der Beitrag Wie viel Wasser braucht eine Familie im Notfall?. Weitere Behördenwerte stehen im Beitrag BBK Trinkwassermenge.
Wer sichert welche Wassermenge?
Die Zahlen zeigen, warum der eigene Vorrat so klein erscheint und trotzdem wichtig ist. Er ist die Überbrückung, bis Versorger und Behörden wieder liefern.
| Ebene | Menge pro Person und Tag | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Eigenvorsorge im Haushalt | 2 Liter | möglichst 10 Tage | BBK |
| Staatliche Minimalversorgung ohne Leitung | 15 Liter | mindestens 14 Tage | BBK, Stand März 2024 |
| Leitungsgebundene Versorgung durch den Wasserversorger | 50 Liter | unbefristet | BBK, nach Trinkwasserverordnung |
| Durchschnittlicher Alltag im Haushalt | 121 Liter | Jahr 2023 | BDEW |
Unsere Einordnung: Mit 2 Litern decken Sie rund 1,7 Prozent des gewohnten Tagesverbrauchs ab. Das reicht zum Überleben, nicht zum Duschen oder Spülen. Wer Platz hat, plant deshalb zusätzliches Brauchwasser ein. Mehr dazu weiter unten.
Flaschen oder Kanister: Welche Behälter eignen sich?
Geeignet sind lebensmittelechte, dicht schließende Behälter, die keine Gerüche abgeben. Für den Basisvorrat sind das Mineralwasserflaschen im Originalzustand. Kanister eignen sich als Ergänzung. Das BZfE nennt für selbst befüllte Vorräte speziell vorgesehene Wasserkanister oder -beutel, die BPA-frei und für Lebensmittel geeignet sein sollten.
Behälter für den Wasservorrat im Überblick
| Behälter | Stärken | Schwächen | Geeignet als |
|---|---|---|---|
| Mineralwasser in Glasflaschen | Vollständig dicht, geschmacksneutral, bei kühler und dunkler Lagerung laut BZfE nahezu unbegrenzt in guter Qualität | Schwer, bruchempfindlich, viel Platz | Basisvorrat |
| Mineralwasser in PET-Flaschen | Leicht, bruchsicher, überall nachzukaufen, einfach im Alltag zu rotieren | Weniger dicht als Glas, nimmt Gerüche an, Hitze und UV vermeiden | Basisvorrat |
| Lebensmittelechte Wasserkanister (10 bis 20 Liter) | Wenig Platz pro Liter, Zapfhahn möglich, wiederbefüllbar | Verkeimungsrisiko beim Abfüllen, Reinigung nötig, schwer zu tragen | Ergänzung, Brauchwasser |
| Wasserbeutel und faltbare Behälter | Leer sehr platzsparend | Meist kleine Mengen, empfindlicher | Ergänzung, Notgepäck |
Behälter mit Vorleben gehören nicht dazu. Das gilt für Kanister, in denen Chemikalien, Reinigungsmittel oder stark riechende Lebensmittel waren. Auch Risse, Verfärbungen und kaputte Dichtungen sind Ausschlusskriterien. Offene Eimer und Schüsseln taugen nicht als Vorrat. Metallbehälter sind nur geeignet, wenn sie ausdrücklich für Trinkwasser zugelassen sind.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen rät für die langfristige Vorsorge zu Glasflaschen. PET-Flaschen seien eher für die kurze bis mittlere Lagerung geeignet. In der Praxis scheitert Glas oft am Gewicht und an der Bruchgefahr. Unsere Einordnung: Ein Basisvorrat aus Kisten, die Sie im Alltag trinken, ist für die meisten Haushalte die verlässlichste Lösung. Mehr zu Behältern lesen Sie in Wasserbehälter für den Notvorrat, zu Flaschen in PET-Flaschen mit Wasser lagern und zur Nutzung von Kanistern in Wasserkanister nutzen.
Wo lagern Sie Wasser am besten?
Der Lagerort entscheidet mit über Geschmack, Hygiene und Lebensdauer der Behälter. Das BZfE empfiehlt Zimmertemperatur oder kühler und Dunkelheit. Diese fünf Punkte helfen bei der Wahl:
- Dunkel: Licht fördert Algenwachstum und lässt Wasser schneller altern. Ein geschlossener Schrank oder Karton genügt.
- Kühl: Meiden Sie Heizkörpernähe, Dachboden, Fensterbank und das Auto. PET-Flaschen verformen sich laut BZfE ab etwa 60 Grad Celsius, und Hitze kann den Geschmack verändern.
- Frostfrei: Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Flaschen und Kanister sprengen. Eine unbeheizte Garage im Winter ist deshalb ungeeignet.
- Geruchsfrei: PET ist leicht durchlässig für Gase und nimmt Umgebungsgerüche an, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Stellen Sie Wasser nicht neben Heizöl, Farben oder Reiniger.
- Tragfähig und erreichbar: Ein Liter wiegt ein Kilogramm. 80 Liter bringen samt Verpackung weit über 80 Kilogramm auf die Waage. Nutzen Sie stabile Regale und halten Sie die Wege frei.
Im Keller lohnt ein Regal oder eine Palette, damit die Unterseite trocken bleibt. Worauf es dort ankommt, zeigt der Beitrag Wasser im Keller sicher lagern. In kleinen Wohnungen verteilen Sie den Vorrat auf mehrere Orte, etwa unter dem Bett, im Schrank oder im Flur. Tipps dafür stehen in Trinkwasser in der Wohnung lagern. Die Verteilung hat einen Vorteil: Fällt ein Behälter aus, bleibt der Rest nutzbar.
Wie lange ist gelagertes Wasser haltbar?
Wasser selbst verdirbt nicht. Wichtig ist, dass es hygienisch einwandfrei gewonnen, abgefüllt und gelagert wird, so die Verbraucherzentrale Niedersachsen (Stand 24. September 2026). Begrenzt wird die Haltbarkeit vom Behälter, der Temperatur und der Sauberkeit. Das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist eine rechtliche Pflichtangabe, kein Verfallsdatum. Das BZfE stellt klar: Hersteller müssen es aus rechtlichen Gründen angeben.
Haltbarkeit nach Wasserart und Behälter
| Wasserart | Haltbarkeit laut Quelle | Worauf Sie achten |
|---|---|---|
| Mineralwasser, Glasflasche, original verschlossen | MHD meist zwei Jahre, bei kühler und dunkler Lagerung nahezu unbegrenzt in guter Qualität (BZfE) | Bruchgefahr, Flaschen ungeöffnet lassen |
| Mineralwasser, PET-Flasche, original verschlossen | MHD in der Regel ein Jahr (BZfE). Auf vielen Flaschen stehen laut Verbraucherzentrale Niedersachsen ein bis eineinhalb Jahre | Keine Hitze, kein direktes Sonnenlicht |
| Mineralwasser, geöffnete Flasche | Innerhalb von ein bis drei Tagen trinken (BZfE) | Bei Wärme in den Kühlschrank, nicht aus der Flasche trinken |
| Selbst abgefülltes Leitungswasser | Hohes Verkeimungsrisiko, nur bedingt als Trinkwasser geeignet (BZfE) | Als Brauchwasser nutzen oder Hygiene und Aufbereitung beachten |
| Leitungswasser direkt aus der Leitung | Stagnationswasser, das länger als vier Stunden in den Leitungen stand, nicht trinken (Umweltbundesamt) | Ablaufen lassen, bis es kühl kommt |
Mineralwasser oder Leitungswasser: Wo liegt der Unterschied?
Beide Quellen sind in Deutschland sehr sauber. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen nennt Leitungswasser eine gute Wahl, weil die Trinkwasserverordnung strenge Grenzwerte vorschreibt. Mineralwasser stammt laut BZfE aus tief liegenden, vor Verunreinigungen geschützten Quellen. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität am Hahn, sondern in der Lagerung. Mineralwasser wird industriell abgefüllt und gleich verschlossen. Beim Selbstabfüllen können Hände, Schläuche und Behälter Keime eintragen. Deshalb warnt das BZfE vor selbst abgefülltem Leitungswasser als Trinkvorrat.
Eine Besonderheit nennt die Verbraucherzentrale Niedersachsen in ihrer Pressemitteilung vom 28. Juli 2026: Sprudelwasser hält sich oft länger, da die Kohlensäure die Keimbildung hemmt. Wer den Geschmack mag, kann einen Teil des Vorrats als Sprudel einkaufen. Unsere Einordnung: Kaufen Sie Wasser, das Sie ohnehin trinken. Dann rotiert der Vorrat von allein. Das Prinzip des „lebenden Vorrats“ beschreibt auch das BZfE. Weitere Details finden Sie im Beitrag Wie lange ist Wasser im Vorrat haltbar?.
Wie wird Wasser für den Notvorrat hygienisch abgefüllt?
Wenn Sie Kanister selbst befüllen, entscheidet die Sauberkeit über die Haltbarkeit. Das BZfE empfiehlt, die Behälter gründlich zu reinigen und mit heißem Wasser auszuspülen. Dazu kommen diese Schritte:
- Behälter prüfen: Nur lebensmittelechte, unbeschädigte Kanister ohne Vorleben nutzen. Der Verschluss muss dicht sein.
- Reinigen und ausspülen: Mit Spülmittel säubern, gründlich nachspülen, dann mit heißem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen.
- Frisches Wasser zapfen: Lassen Sie Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung stand, zuerst ablaufen. Frisches Wasser erkennen Sie an der kühleren Temperatur, so das Umweltbundesamt. Nutzen Sie kein Warmwasser aus der Leitung.
- Sauber befüllen: Hände waschen, Trichter und Schlauch sauber halten, nichts mit dem Mund oder schmutzigen Gegenständen berühren.
- Sofort verschließen und beschriften: Notieren Sie Befülldatum und Inhalt. Stellen Sie den Behälter dunkel und kühl.
- Entnehmen ohne Eintauchen: Gießen Sie über einen Zapfhahn oder Ausguss. Tauchen Sie nie Gläser hinein und gießen Sie nichts zurück.
Als zusätzliche Absicherung nennt das BZfE das Abkochen des Wassers oder spezielle Entkeimungstabletten, die Sie nach Herstellerangabe verwenden. Beides ersetzt keine saubere Lagerung. Mehr zur Hygiene lesen Sie in Trinkwasserhygiene im Notfall.
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Wann und wie tauschen Sie das Wasser aus?
Gute Rotation macht den Vorrat dauerhaft nutzbar. Das BZfE empfiehlt zwei Wege: „Kaufen – Prüfen – Erneuern“ mit Kontrolle etwa einmal im Halbjahr oder den „lebenden Vorrat“, bei dem Sie bei jedem Einkauf ein bis zwei Packungen mehr kaufen und die ältesten zuerst verbrauchen. Für Wasser gilt das „first in, first out“-Prinzip besonders gut.
- Mineralwasser in Kisten: Entnehmen Sie vorn, stellen Sie neue Kisten hinten ein. Prüfen Sie halbjährlich Datum, Verschlüsse und Lagerort.
- Selbst abgefülltes Leitungswasser: Das ist unsere Praxisregel, keine behördliche Vorgabe: Tauschen Sie es etwa halbjährlich aus und nutzen Sie das alte Wasser als Brauchwasser, zum Beispiel für die Toilettenspülung oder den Putzeimer.
Woran erkennen Sie, dass Wasser ausgetauscht werden muss?
Das BZfE rät: Riecht oder schmeckt Wasser ungewohnt oder unangenehm, sollte man es vorsichtshalber nicht mehr trinken. Weitere Warnzeichen sind:
- Trübung, Flocken oder sichtbare Partikel
- muffiger, chemischer oder fremder Geruch
- rutschiger Belag an der Innenwand des Behälters
- undichter oder geöffneter Verschluss, Risse im Behälter
- verformte oder aufgeheizte PET-Flaschen
- unklares Befülldatum
Im Zweifel gilt: nicht trinken. Nutzen Sie solches Wasser als Brauchwasser oder bereiten Sie es auf. Mehr dazu steht im Beitrag Wasser austauschen im Notvorrat.
Wie planen Sie Brauchwasser für Hygiene und Toilette?
Brauchwasser ist Wasser, das Sie nicht trinken. Es dient der Körperpflege, der Toilettenspülung und der Reinigung. Der Bedarf ist hoch, wie die Statistik zeigt. Laut BDEW lag der Verbrauch 2023 bei 121 Litern pro Person und Tag. Davon gingen 36 Prozent in Baden, Duschen und Körperpflege und 27 Prozent in die Toilettenspülung. Für Essen und Trinken blieben nur 4 Prozent.
Ihr Trinkvorrat von 2 Litern deckt also nur einen kleinen Teil des Alltags. Das BZfE sagt ausdrücklich, dass abgefülltes Leitungswasser als Brauchwasser, etwa als Ersatz für die Toilettenspülung, geeignet ist. Trennen Sie beides deutlich:
- Beschriften Sie Kanister mit „Trinkwasser“ oder „Brauchwasser“.
- Füllen Sie Brauchwasser nie in Flaschen, die wie Trinkwasser aussehen.
- Sparen Sie im Ausfall Wasser, etwa mit einer Schüssel zum Spülen und mit Feuchttüchern. Praxisideen finden Sie in Wasser bei Stromausfall.
Als Orientierung für Ihre Planung dient die staatliche Minimalversorgung. Sie rechnet laut BBK mit 15 Litern pro Person und Tag für mindestens 14 Tage. Das ist ein Planwert für Behörden, kein Ziel für Haushalte. Er zeigt aber, wie viel mehr als 2 Liter im Ernstfall gebraucht wird.
Was tun, wenn der Vorrat nicht reicht oder das Wasser unsicher ist?
Aufbereitung ist die Notlösung, nicht der Plan. Sie hilft, wenn der Vorrat aufgebraucht ist oder Sie Wasser aus ungewisser Quelle nutzen müssen. Die wichtigsten Methoden im Überblick:
- Abkochen: Macht Wasser gegen viele Keime deutlich sicherer. Es entfernt aber keine Schmutz- oder Chemikalienrückstände. Details im Beitrag Wasser abkochen im Notfall.
- Filtern: Entfernt Schwebstoffe und je nach Filter auch Keime. Trübes Wasser filtern Sie vor der Desinfektion.
- Desinfektionstabletten: Nutzen Sie diese nur nach Herstellerangabe zu Einwirkzeit und Anwendung.
- Regenwasser: Gilt ohne Aufbereitung nicht als Trinkwasser. Es eignet sich zunächst als Brauchwasser.
Welche Methode wann passt und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Beitrag Wasser aufbereiten im Notfall. Wasser, das Geruch, Trübung oder Verfärbung zeigt, sollten Sie nicht nur aufbereiten, sondern austauschen.
Wie hängt der Wasservorrat mit dem Stromausfall zusammen?
Das BBK weist darauf hin, dass Wasserwerke Strom und digitale Systeme benötigen. Fällt der Strom länger aus, kann die Wasserversorgung gestört sein. Ein Wasservorrat gehört deshalb in jede Stromausfall-Vorsorge. Welche Lösungen für Licht, Information und Notstrom helfen, steht im Beitrag Stromausfall-Ersatzlösungen.
Was Sie kaufen sollten
Für einen Wasservorrat brauchen Sie wenig Technik. In dieser Reihenfolge gehen Sie sinnvoll vor:
- Menge festlegen: Berechnen Sie Personen, Tage und Tiere im Notvorrat-Rechner.
- Basisvorrat kaufen: Mineralwasser in Kisten, Glas oder PET, zusammen mit dem normalen Einkauf. Das deckt Trinken und Kochen.
- Kanister ergänzen: Ein bis zwei lebensmittelechte Kanister für Brauchwasser oder zusätzliche Mengen. Worauf Sie achten, vergleicht die Bestenliste Wasserkanister im Vergleich.
Achten Sie beim Kanister auf diese Merkmale:
- Kennzeichnung für Lebensmittelkontakt und BPA-Freiheit
- dichter Verschluss und, wenn gewünscht, ein Zapfhahn
- Handgriff und eine Größe, die Sie noch tragen können
- stabiler Stand und Stapelbarkeit
- Reinigungsöffnung, durch die Sie mit der Hand oder Bürste kommen
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Häufige Fragen
Wie viel Wasser brauche ich pro Person und Tag im Notvorrat?
Das BBK empfiehlt idealerweise 2 Liter pro Person und Tag, davon 0,5 Liter zum Kochen. Für zehn Tage sind das 20 Liter pro Person. Bei Hitze, Kindern und Haustieren planen Sie mehr ein.
Kann ich Leitungswasser als Wasservorrat abfüllen?
Das ist möglich, aber nur bedingt ratsam. Das BZfE nennt vorab abgefülltes Leitungswasser ein Verkeimungsrisiko und empfiehlt es eher als Brauchwasser. Wenn Sie es als Trinkwasser nutzen wollen, reinigen Sie die Behälter gründlich, füllen frisches Wasser ab, beschriften es und tauschen es regelmäßig.
Wie lange ist Mineralwasser haltbar?
Auf PET-Flaschen steht meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum von etwa einem Jahr, auf Glasflaschen von etwa zwei Jahren. Laut BZfE bleibt Wasser in original verschlossenen Glasflaschen bei kühler, dunkler Lagerung nahezu unbegrenzt in guter Qualität. Geöffnete Flaschen trinken Sie innerhalb von ein bis drei Tagen.
Darf ich Wasser in PET-Flaschen lagern?
Ja, für die kurze bis mittlere Lagerung sind PET-Flaschen geeignet. Stellen Sie sie dunkel und kühl und schützen Sie sie vor Sonne und Hitze. Hohe Temperaturen können Geschmack und Geruch beeinträchtigen. Das Material verformt sich ab etwa 60 Grad Celsius.
Reicht ein Wasservorrat für drei Tage?
Ein Vorrat für drei Tage hilft schon sehr und ist ein guter Anfang. Das BBK und die Verbraucherzentrale Niedersachsen empfehlen aber zehn Tage. Bauen Sie den Vorrat Schritt für Schritt aus, zum Beispiel mit einer Kiste mehr pro Einkauf.
Wo lagere ich Wasser in einer kleinen Wohnung?
Verteilen Sie den Vorrat auf mehrere dunkle, kühle Orte, etwa unter dem Bett, im Kleiderschrank oder in einem Flurregal. Achten Sie auf das Gewicht: Ein Liter wiegt ein Kilogramm. Kisten sind leichter zu stapeln und zu tragen als große Kanister.
Brauche ich zusätzlich Wasser für Hygiene und Toilette?
Ja. Die 2 Liter decken Trinken und Kochen, aber nicht die Körperpflege oder die Toilettenspülung. Laut BDEW gehen allein 27 Prozent des Alltagsverbrauchs in die Toilettenspülung. Planen Sie dafür getrennte, beschriftete Kanister mit Brauchwasser ein.
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Quellen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Vorsorgen für Krisen und Katastrophen, Ratgeber, 2. Auflage, Stand 11/2025
- BBK: Essen und Trinken bevorraten, Webseite, abgerufen im Oktober 2026
- BBK: Trinkwassernotversorgung des Bundes, Kurzbroschüre zur Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes, Stand März 2024
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Private Ernährungsvorsorge, Webseite, abgerufen im Oktober 2026
- BZfE: Wie lange ist Mineralwasser haltbar?, Pressemeldung, abgerufen im Oktober 2026
- Verbraucherzentrale Niedersachsen: Trinkwasservorrat: So sichern Sie die Versorgung im Haushalt, Stand 24. September 2026
- Verbraucherzentrale Niedersachsen: Mit Wasservorrat vorbereitet für Hitze und Krisen, Pressemitteilung vom 28. Juli 2026
- Umweltbundesamt (UBA): Ratgeber „Trinkwasser aus dem Hahn“, Stand Februar 2020
- Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): Zahl der Woche: 121 Liter Leitungswasser, 6. August 2024










