Kurz beantwortet
Eine Solar-Powerbank ist vor allem eine Powerbank: Du lädst sie per Kabel voll, das eingebaute Solarpanel ist nur eine langsame Notreserve. Achte auf 20.000 mAh oder mehr, USB-C als Ein- und Ausgang und ein robustes Gehäuse. Wer bei längeren Ausfällen wirklich mit Sonne nachladen will, ergänzt die Powerbank um ein faltbares Solarpanel mit USB-Anschluss.
- Für den Notfallrucksack: A ADDTOP Solar Powerbank 20.000 mAh. 20.000 mAh, drei Ausgänge und vier ausklappbare Solarzellen mit zusammen 6 W laut Hersteller, dazu eine Öse zum Aufhängen.
- Für längere Ausfälle zu Hause: Anker SOLIX PS30 Solarpanel 30 W. Das 30-W-Faltpanel lädt deine vorhandene Powerbank oder das Handy direkt per USB und liefert deutlich mehr als ein eingebautes Panel.
- Wenn die Sonne fehlt: BLAVOR Solar Powerbank mit Handkurbel. Mit Handkurbel für Notlicht, kabellosem Laden und vier fest eingebauten Kabeln, sodass kein Ladekabel vergessen werden kann.
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Fällt der Strom aus, wird das Handy schnell zum wichtigsten Gerät: für Warn-Apps, Anrufe und Nachrichten an die Familie. Das BBK nennt in seiner Checkliste deshalb ausdrücklich eine aufgeladene Powerbank. Eine Solar-Powerbank verspricht mehr: Sie soll sich in der Sonne selbst wieder aufladen. Das stimmt, aber nur sehr langsam. Die Solarzellen auf dem Gehäuse sind klein, die Akkus groß. Als Stromreserve für Handy, Radio und kleine Lampen taugt sie trotzdem gut.
Hier findest du drei Solar-Powerbanks für verschiedene Situationen und zwei faltbare Solarpanels als ehrliche Alternative. Panels speichern selbst keinen Strom, laden aber eine Powerbank oder das Handy deutlich schneller. Alle Werte stammen aus den Herstellerangaben, eigene Messungen haben wir nicht gemacht. Wir erklären außerdem, wie du mAh in Wattstunden umrechnest und worauf du bei Akku und Hitze achten solltest.
- DatenbasisHerstellerangaben aus Datenblatt und Produktseite
- Ausgewertet3 Quellen (unten verlinkt)
- Kein LabortestWir testen nicht selbst und sagen das offen
Die Modelle im Vergleich
| Modell | Typ | Kapazität / Leistung | Anschlüsse | Gewicht | Besonderheit | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A ADDTOP HI-S225P | Solar-Powerbank | 20.000 mAh | USB-C (20 W), 2× USB-A | ca. 450 g | 4 Klapp-Panels, zusammen 6 W | Ansehen* |
| Anker SOLIX PS30 | Faltbares Solarpanel | 30 W | USB-C (15 W), USB-A (12 W) | ca. 1,1 kg | IP65, kein eigener Speicher | Ansehen* |
| WOWMVP R-153A | Solar-Powerbank | 26.800 mAh | USB-C (22,5 W), 3 Ausgänge | ca. 315 g | IPX4, 10 LEDs | Ansehen* |
| BLAVOR PN-B007 | Solar-Powerbank | 20.000 mAh | USB-C (20 W), 4 Kabel fest | keine Angabe | Handkurbel, kabellos 15 W | Ansehen* |
| FlexSolar E25mini | Faltbares Solarpanel | 25 W | USB-C und USB-A (je 15 W) | ca. 550 g | IP67, MPPT-Regler | Ansehen* |
Unsere Empfehlungen im Detail
A ADDTOP Solar Powerbank 20.000 mAh
Die A ADDTOP ist die ausgewogenste Solar-Powerbank der Liste. Statt eines einzelnen Panels hat sie vier ausklappbare Solarzellen mit zusammen 6 W laut Hersteller. Das ist mehr Fläche als bei den meisten Modellen, bleibt aber eine Reserve: Volladen solltest du sie per Kabel.
Stärken
- Vier klappbare Solarzellen mit zusammen 6 W (laut Hersteller)
- USB-C als Ein- und Ausgang (bis 20 W) plus zwei USB-A, drei Geräte gleichzeitig
- Mit 20-W-Netzteil in etwa fünf Stunden voll (Herstellerangabe)
- Öse zum Aufhängen, Taschenlampe, 2 Jahre Garantie
Schwächen
- Auch 6 W Solarleistung füllen 20.000 mAh selbst bei voller Sonne erst nach vielen Stunden
- Netzteil nicht im Lieferumfang, Taschenlampe nur mit Dauerlicht
- Kapazität: 20.000 mAh (laut Hersteller)
- Solar: 4 Klapp-Panels, zusammen 6 W
- Ausgänge: USB-C PD 20 W, 2× USB-A bis 22,5 W
- Eingang: USB-C bis 18 W
- Gewicht: ca. 450 g
- Maße: ca. 15,7 × 9,0 × 3,5 cm
- Garantie: 2 Jahre
Anker SOLIX PS30 Solarpanel 30 W
Das PS30 ist keine Powerbank, sondern ein faltbares Solarpanel mit USB-Anschlüssen. Genau diese Lösung empfiehlt die Stiftung Warentest statt eingebauter Solarzellen: Das Panel liegt in der Sonne, die Powerbank im Schatten. Für längere Ausfälle ist das der realistischere Weg zu Sonnenstrom.
Stärken
- 30 W Nennleistung, ein Vielfaches eingebauter Gehäusepanels
- USB-C (5 V, 3 A) und USB-A (5 V, 2,4 A) laut Hersteller
- Wetterfest nach IP65, faltbar mit zwei Karabinern
- Lädt Handy oder jede vorhandene Powerbank direkt
Schwächen
- Speichert keinen Strom: ohne Powerbank nur nutzbar, solange die Sonne scheint
- Rund 1,1 kg schwer, ausgeklappt etwa 90 cm lang
- Leistung: 30 W (Nennleistung)
- USB-C: 5 V / 3 A (15 W)
- USB-A: 5 V / 2,4 A (12 W)
- Schutz: IP65
- Gewicht: ca. 1,1 kg
- Maße gefaltet: ca. 27 × 22 × 4 cm
- Garantie: 18 Monate
WOWMVP Solar Powerbank 26.800 mAh
Die WOWMVP bietet die größte Kapazität der Liste bei rund 315 Gramm. Der Hersteller sagt selbst, dass die Solarladung wegen der kleinen Modulfläche nur langsam und als Backup gedacht ist. Als Vorrats-Powerbank mit schnellem USB-C ist sie dennoch eine gute Wahl.
Stärken
- 26.800 mAh, laut Hersteller rund vier Handy-Ladungen
- USB-C mit 22,5 W in beide Richtungen, in etwa vier Stunden voll (Herstellerangabe)
- Lithium-Ionen-Zellen, Schutz gegen Überspannung und Überhitzung
- Gehäuse nach IPX4 spritzwassergeschützt, mit Karabiner und LED-Licht
Schwächen
- Nur ein kleines Gehäusepanel: Solar ist hier kaum mehr als ein Notbehelf
- IPX4 schützt vor Spritzwasser, nicht vor Untertauchen
- Kapazität: 26.800 mAh (laut Hersteller)
- USB-C: PD 22,5 W, Ein- und Ausgang
- Ausgänge: 3 Geräte gleichzeitig
- Ladezeit per Kabel: ca. 4 Std. (laut Hersteller)
- Schutz: IPX4
- Gewicht: ca. 315 g
- Garantie: 2 Jahre
BLAVOR Solar Powerbank mit Handkurbel
Die BLAVOR kombiniert Solarpanel, Handkurbel und kabelloses Laden. Die Kurbel ist für Notlicht gedacht: Eine Minute Kurbeln liefert laut Hersteller bis zu fünf Minuten Licht. Praktisch sind die vier fest eingebauten Kabel, weil im Ernstfall kein Ladekabel fehlt.
Stärken
- Drei Ladewege: USB-C, Solar und Handkurbel
- Vier integrierte Kabel (2× USB-C, Lightning, USB-A) und kabelloses Laden bis 15 W
- Taschenlampe und Campingleuchte, dazu Kompass und Karabiner
- 3 Jahre Garantie laut Hersteller
Schwächen
- Die Kurbel reicht für kurzes Notlicht, nicht zum Nachladen eines Handys
- Kein Gewicht angegeben, fest verbaute Kabel lassen sich bei Bruch nicht tauschen
- Kapazität: 20.000 mAh (laut Hersteller)
- Ladewege: USB-C, Solar, Handkurbel
- Ausgang: USB-C PD 20 W, kabellos bis 15 W
- Kabel: 4 integriert
- Kurbel: 1 Min. für bis zu 5 Min. Licht
- Garantie: 3 Jahre
FlexSolar E25mini Solarpanel 25 W
Das E25mini ist das kompakte Gegenstück zum Anker-Panel: 25 W, 548 Gramm und gefaltet kaum größer als ein Taschenbuch. Ein eingebauter MPPT-Regler, der die Leistung an das Licht anpasst, soll die Ausbeute verbessern. Wie jedes Panel braucht es eine Powerbank als Speicher.
Stärken
- Nur 548 g, gefaltet 19,5 × 12,9 × 2,7 cm (laut Hersteller)
- USB-A und USB-C mit je 5 V / 3 A, zwei Geräte gleichzeitig
- MPPT-Regler und IP67-Schutz laut Hersteller
- Ösen an allen Ecken zum Aufhängen
Schwächen
- Kein eigener Speicher, ohne Sonne liefert es keinen Strom
- Keine Garantieangabe in den Produktdaten
- Leistung: 25 W (Nennleistung)
- Ausgänge: USB-A und USB-C, je 5 V / 3 A
- Regler: MPPT
- Schutz: IP67
- Gewicht: 548 g
- Maße gefaltet: 19,5 × 12,9 × 2,7 cm
Worauf du beim Kauf einer Solar-Powerbank achten solltest
Auf den Verpackungen stehen große Zahlen und viel Sonne. Für den Notvorrat zählen vor allem drei Fragen: Wie viel Strom steckt drin, wie schnell kommt er wieder hinein, und was leistet die Sonne wirklich?
Wie schnell lädt das eingebaute Solarpanel wirklich?
Langsam. Die Solarzellen auf dem Gehäuse sind nur so groß wie ein Handy, der Akku dahinter ist groß. Die Stiftung Warentest schreibt dazu, die Module könnten nicht sinnvoll zum Laden verwendet werden und allenfalls die Selbstentladung etwas verringern. Auch die Hersteller dieser Liste nennen die Solarladung nur ein Backup und empfehlen, die Powerbank vorher per Kabel vollzuladen.
Ein Rechenbeispiel mit den Herstellerangaben zeigt warum: Die vier Solarzellen der A ADDTOP bringen zusammen 6 W, über USB-C nimmt sie bis zu 18 W auf. Selbst wenn die Zellen ihre volle Nennleistung liefern, dauert Solarladen also mindestens dreimal so lange wie das Kabel. Bei Modellen mit nur einem Gehäusepanel ist der Abstand noch größer. Im Alltag steht die Sonne nicht den ganzen Tag ideal, Wolken und Schatten bremsen weiter. Rechne deshalb nicht mit einer vollen Ladung pro Sonnentag, sondern mit einer kleinen Reserve.
Faltpanel statt Gehäusepanel
Wer wirklich mit Sonne nachladen will, nimmt ein faltbares Solarpanel mit USB-Anschluss. Es hat ein Vielfaches an Fläche. Mit einem langen Kabel liegt die Powerbank im Schatten, das Panel in der Sonne. Das empfiehlt auch die Stiftung Warentest.
mAh oder Wh: Wie viel Strom steckt drin?
Hersteller geben die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) an. Aussagekräftiger ist die Energie in Wattstunden (Wh): mAh mal Zellspannung geteilt durch 1.000. Bei der üblichen Zellspannung von 3,7 Volt entsprechen 20.000 mAh rechnerisch etwa 74 Wh, 26.800 mAh etwa 99 Wh. Beim Laden über USB geht ein Teil davon als Wärme verloren. Deshalb schafft eine Powerbank weniger Handy-Ladungen, als die mAh-Zahl vermuten lässt.
Anschlüsse und Ladeleistung
- USB-C als Ein- und Ausgang: Damit lädst du aktuelle Handys und füllst die Powerbank schnell wieder auf, wenn kurz Strom da ist.
- Zusätzlich USB-A: Für ältere Kabel, Lampen oder Radios.
- Ladeleistung in Watt: 18 bis 22,5 W reichen für Smartphones. Schnellladen klappt nur, wenn Powerbank, Kabel und Gerät denselben Standard können.
- Ladestandsanzeige: Sie zeigt dir, ob die Reserve im Schrank noch voll ist.
Robustheit
Die Schutzart (IP) sagt, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. IPX4 bedeutet Schutz vor Spritzwasser, IP65 zusätzlich staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Für das Notgepäck sind Karabiner oder Öse praktisch.
Welche Lösung passt zu wem?
- Du willst eine Powerbank für den Notfallrucksack: Die A ADDTOP bietet 20.000 mAh und die größte Solarfläche der Powerbanks. Lade sie trotzdem per Kabel voll.
- Du hast schon eine Powerbank und willst bei längeren Ausfällen nachladen: Ein Faltpanel wie das Anker SOLIX PS30 oder das leichtere FlexSolar E25mini bringt mehr als jedes Gehäusepanel.
- Du brauchst viel Kapazität bei wenig Gewicht: Die WOWMVP speichert am meisten, Solar ist hier nur Nebensache.
- Du willst möglichst viele Ladewege: Die BLAVOR hat Kurbel, Solar, kabelloses Laden und eingebaute Kabel. Die Kurbel bringt aber nur Notlicht.
Wie lange eine Ladung im Alltag reicht, erklären wir in unserem Beitrag zur Laufzeit von Powerbanks im Notfall.
Sicherheit: Akku, Hitze und Lagerung
In jeder Powerbank steckt ein Lithium-Akku. Er ist sicher, wenn du ein paar Regeln beachtest.
- Keine pralle Sonne für den Akku: Die Stiftung Warentest rät, Powerbanks nicht in die pralle Sonne zu legen. Bei Solar-Powerbanks ist das ein Zielkonflikt. Lege sie nur zum Laden kurz hin, nicht hinter die Autoscheibe oder auf eine heiße Fensterbank.
- Beschädigte Geräte aussortieren: Ist das Gehäuse gerissen, aufgebläht oder wird die Powerbank ungewöhnlich heiß, nutze sie nicht weiter. Gib sie beim Wertstoffhof oder Händler zurück.
- Auf nicht brennbarer Unterlage laden: Nicht im Bett, nicht unter Kissen und möglichst unter Aufsicht.
- Richtig lagern: Trocken, bei Zimmertemperatur und teilweise geladen. Prüfe den Ladestand alle paar Monate und lade nach.
Wie viel Vorrat dein Haushalt insgesamt braucht, rechnet der Notvorrat-Rechner aus. Fachbegriffe erklärt das Glossar.
Wie lange Router, Radio, Licht oder Kühlschrank an einer bestimmten Kapazität laufen, rechnet der Powerstation-Laufzeitrechner für deinen Haushalt aus.
Unsere Wahl für die meisten Haushalte
A ADDTOP Solar Powerbank 20.000 mAh: Für alle, die eine robuste Powerbank fürs Notgepäck suchen und Solar als Reserve mitnehmen wollen.
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Kann ich eine Solar-Powerbank nur mit Sonne voll laden?
Theoretisch ja, praktisch kaum. Die Zellen auf dem Gehäuse sind klein, deshalb dauert eine volle Ladung sehr lange. Lade die Powerbank per Kabel voll und nutze Solar nur als Reserve.
Wie viele Handy-Ladungen schafft eine 20.000-mAh-Powerbank?
Das hängt vom Handy ab. Die Hersteller dieser Liste nennen für 20.000 mAh drei bis fünf Ladungen aktueller Smartphones. Durch Wandlungsverluste liegt der echte Wert meist unter der rechnerischen Kapazität.
Ist ein faltbares Solarpanel besser als eine Solar-Powerbank?
Zum Laden mit Sonne ja, weil es viel mehr Fläche hat. Es speichert aber keinen Strom. Am besten kombinierst du ein Panel mit einer normalen oder einer Solar-Powerbank.
Funktioniert Solarladen auch bei Wolken oder hinter Glas?
Nur stark eingeschränkt. Wolken, Schatten und Fensterglas senken die Leistung deutlich. Lege Panel oder Powerbank zum Laden möglichst draußen in die direkte Sonne und richte sie zur Sonne aus.
Wie lagere ich eine Powerbank im Notvorrat?
Trocken, bei Zimmertemperatur und teilweise geladen. Prüfe den Ladestand alle paar Monate und lade nach. Eine leere Powerbank im Schrank hilft dir im Stromausfall nicht.
Fazit
Eine Solar-Powerbank ist eine gute Notfall-Powerbank, aber kein Sonnenkraftwerk: Das eingebaute Panel lädt nur langsam. Kauf sie nach Kapazität, USB-C und Robustheit und lade sie regelmäßig per Kabel. Für echtes Nachladen bei längeren Ausfällen ergänzt ein faltbares Solarpanel die Powerbank am besten.
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- Stiftung Warentest: Powerbanks im Test (test 2/2026, online 07.01.2026), Antwort zu Solar-Powerbanks im Leserforum
- BBK: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (Ratgeber, Stand 11/2025), Checkliste Information und Kommunikation
- Anker: SOLIX PS30 Portable Solar Panel, technische Daten
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