Glossar · Wasser

Aktivkohlefilter

Ein Aktivkohlefilter bindet gelöste Stoffe wie Chlor oder organische Verbindungen an der Oberfläche poröser Kohle und verbessert Geruch und Geschmack von Wasser. Keime hält er nicht zuverlässig zurück; in nicht gewechselten Filtern können sie sich sogar vermehren.

Definition

Ein Aktivkohlefilter bindet gelöste Stoffe wie Chlor oder organische Verbindungen an der Oberfläche poröser Kohle und verbessert Geruch und Geschmack von Wasser. Keime hält er nicht zuverlässig zurück; in nicht gewechselten Filtern können sie sich sogar vermehren.

Einordnung

Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale ist ein Wasserfilter für Leitungswasser aus gesundheitlicher Sicht in der Regel nicht notwendig; Trinkwasser verkeime schnell, wenn es zu lange im Behälter steht oder mit alten Filtern in Kontakt kommt. Das Umweltbundesamt warnt, dass sich in Filtern, die nicht regelmäßig getauscht werden, Bakterien vermehren können. Für den Notvorrat gilt: Aktivkohle verbessert den Geschmack, desinfiziert aber nicht. Unsicheres Wasser muss abgekocht, nach Herstellerangabe desinfiziert oder durch Vorratswasser ersetzt werden.

WeiterlesenWasserfilter im Notfall: Welche Filter helfen, was sie leisten und wann Abkochen nötig istZum Beitrag →

Quelle: Verbraucherzentrale: Wasserfilter – Sind sie aus hygienischer Sicht notwendig?

Verwandte Begriffe

Redaktionelle Erklärung, Stand Oktober 2026. Keine Rechts-, Medizin- oder Elektroberatung im Einzelfall. Quellen & Methodik